Ob der erste Urlaub mit dem neuen Reisepass oder die schlichte Erneuerung des Personalausweises – wer ein biometrisches Passbild braucht, steht plötzlich vor einer Liste unscheinbarer, aber strenger Vorschriften. Dabei ist es heute mit dem Smartphone und einer App durchaus möglich, ein amtlich konformes Foto selbst zu erstellen – vorausgesetzt, man kennt die genauen Maße, Lichtvorgaben und den entscheidenden Unterschied zwischen einem einfachen Schnappschuss und einem offiziellen biometrischen Bild.

Preis bei dm: 5,95 € ·
Offizielle Bildgröße für Reisepass: 35 × 45 mm ·
Mindestauflösung: 531 × 531 Pixel ·
Hintergrundfarbe: neutrales Weiß oder Hellgrau ·
Gesichtsanteil: ca. 80 % des Fotos

Kurzüberblick

1DIY mit dem Handy
2Passbild-Automat
3Drogerie (z. B. dm)
4Fotograf
  • Kosten: 10–20 € (PhotoAiStudio – Preisvergleich)
  • Termin erforderlich (PhotoAiStudio – Preisvergleich)
  • 100 % konform, persönliche Beratung (PhotoAiStudio – Preisvergleich)
Der Haken

Selbst gemachte Passbilder sparen zwar Geld, aber bei Unkenntnis der offiziellen Maße oder der Lichtvorgaben steigt das Ablehnungsrisiko erheblich – und das kostet am Ende doppelt: Zeit und Nerven im Bürgeramt.

Wie kann ich biometrische Passbilder selbst machen?

Schritt für Schritt zum eigenen biometrischen Passfoto mit dem Handy

  1. Stellen Sie die Kamera auf Augenhöhe ein – der Blick muss direkt in die Linse gehen.
  2. Sorgen Sie für eine gleichmäßige, weiche Ausleuchtung ohne harte Schatten im Gesicht. (CHIP – Ratgeber zur Beleuchtung)
  3. Wählen Sie einen neutralen Hintergrund – am besten eine weiße oder hellgraue Wand ohne Muster.
  4. Der Kopf muss zentriert sein, das Gesicht nimmt etwa 80 % der Bildfläche ein. (Personalausweisportal – offizielle Vorgaben)
  5. Nehmen Sie mehrere Testfotos auf und prüfen Sie die Einhaltung der Maße.

Der gesamte Aufwand beträgt etwa zehn Minuten. Der Druck eines selbstgemachten Fotos kostet zwischen 0,10 und 0,35 Euro extra (PhotoAiStudio – Druckkosten).

Geeignete Apps und Online-Dienste im Vergleich

  • DM Passbild-App: Bietet 6 biometrische Fotos für 5,95 € auf einem Bogen – inklusive automatischer Prüfung. (DM Deutschland – offizielles Angebot)
  • CEWE: Ermöglicht Passfoto-Erstellung mit digitaler Vorprüfung, Kosten etwa 4,99 € für den Download.
  • PersoFoto: Spezialisierte App für deutsche Ausweisdokumente, inklusive Maßkontrolle.
  • PhotoAiD: Automatisierte App zur Passfoto-Erstellung mit Hintergrundersetzung. (PhotoAiStudio – App-Vergleich)

Was das bedeutet: Die meisten Apps liefern brauchbare Ergebnisse, aber nur wenige garantieren eine 100-prozentige Konformität – die finale Prüfung liegt beim Sachbearbeiter im Bürgeramt.

Welche Vorgaben gelten für biometrische Passbilder?

Größe und Auflösung

Die offiziellen Maße sind präzise festgelegt – jede Abweichung kann zur Ablehnung führen.

Parameter Wert
Bildgröße (Reisepass/Personalausweis) 35 × 45 mm (CHIP – offizielle Maße)
Kopfgröße Gesichtshöhe 32–36 mm (Personalausweisportal – biometrische Anforderungen)
Mindestauflösung (digital) 531 × 531 Pixel
Farbtiefe 24 Bit, Echtfarben
Dateiformat (digital) JPEG oder PNG, max. 500 KB

Das Prinzip: Der Kopf muss dominant sein, der Hintergrund frei von Störungen – jede Abweichung kann zur Ablehnung führen.

Hintergrund und Beleuchtung

  • Der Hintergrund muss einfarbig hell sein – bevorzugt reinweiß oder hellgrau. (Biometrisches-Passbild.net – Hintergrundvorgaben)
  • Vermeiden Sie Muster, Farbverläufe oder Schattenwurf.
  • Die Beleuchtung muss gleichmäßig sein – das Gesicht darf keine dunklen Partien oder Überstrahlungen aufweisen.
  • Rote-Augen-Effekte sind nicht zulässig.

Gesichtsausdruck und Bekleidung

  • Lächeln ist nicht erlaubt – der Mund muss geschlossen sein. (Personalausweisportal – Gesichtsausdruck)
  • Der Blick muss direkt in die Kamera gerichtet sein, der Kopf gerade.
  • Vermeiden Sie weiße oder sehr helle Kleidung – sie verschmilzt mit dem Hintergrund.
  • Augen müssen sichtbar sein: Keine starken Brillengläser, keine verspiegelten Gläser, kein Haar, das die Augen verdeckt.

Der Haken: Gerade der neutrale Gesichtsausdruck fällt vielen schwer – ein entspannter Mund ohne Anspannung wirkt oft ungewohnt, ist aber Pflicht.

Vorsicht

Wer helle Kleidung trägt, riskiert, dass der Hintergrund und der Oberkörper im Foto ineinander übergehen – das Amt erkennt das Bild dann als unbrauchbar ab. Dunkle oder farbige Oberteile sind die sicherere Wahl.

Wie viel kostet ein biometrisches Passfoto?

Preise bei dm und anderen Drogerien

Die DM Passbild-App liefert sechs biometrische Fotos auf einem Bogen für genau 5,95 € (DM Deutschland – Preisangabe). Auch andere Drogerien wie Rossmann oder Müller bieten ähnliche Dienstleistungen an, meist zwischen 6 und 10 € pro Satz.

Kosten für professionelle Fotografen

  • Fotografen berechnen für sechs biometrische Passbilder zwischen 12 und 20 € (PhotoAiStudio – Fotografen-Preise).
  • Im Durchschnitt liegen die Kosten bei etwa 12,50 € (Biometrisches-Passbild.net – Durchschnittskosten).
  • Der Vorteil: Der Fotograf prüft die Konformität vor Ort und garantiert in der Regel die Abnahme.

Kostenlos? Grenzen von Gratis-Lösungen

  • Kostenlose Online-Generatoren erstellen oft Fotos, die nicht den amtlichen Vorgaben entsprechen.
  • Der Druck eines selbstgemachten Fotos kostet zusätzlich 0,10 bis 0,35 €. (PhotoAiStudio – Druckkosten pro Abzug)
  • Online-Dienste mit postalischem Versand: Für sechs Passbilder inklusive kostenlosem Versand nach Deutschland entstehen Kosten von 9,95 €. (Biometrisches-Passbild.net – Online-Versand-Angebot)

Was das bedeutet: Die günstigste konforme Lösung ist die dm-App für 5,95 € – günstiger als jeder Fotograf, aber mit dem Risiko, dass der heimische Druck oder der Zuschnitt nicht exakt den Vorgaben entspricht.

Das Fazit

Ein Satz biometrischer Passbilder beim Fotografen kostet etwa dreimal so viel wie bei dm – aber die persönliche Haftung für die Konformität liegt beim Profi. Bei Selbstproduktion tragen Sie das Risiko selbst: Ein abgelehntes Foto kostet zusätzlich 6,00 € für die Anfertigung im Amt (Personalausweisportal – Gebühren 2025).

Wo kann ich biometrische Passbilder machen lassen?

dm und andere Drogeriemärkte

  • dm bietet in allen Filialen mit Fotostation biometrische Passbilder für 5,95 € an. (DM Deutschland – Filialangebot)
  • Rossmann und Müller haben ähnliche Automaten oder Services, Preise variieren je nach Standort.
  • Die Abnahme ist in der Regel unkompliziert – die Automaten prüfen die biometrischen Kriterien automatisch.

Passbild-Automaten

  • Automaten finden sich an Bahnhöfen, in Einkaufszentren und Rathäusern.
  • Kosten: zwischen 5 und 8 € pro Bildersatz. (Biometrisches-Passbild.net – Automaten-Preise)
  • Die sofortige Verfügbarkeit ist ein Vorteil, allerdings sind nicht alle Automaten auf dem neuesten biometrischen Standard.

Fotostudios

  • Professionelle Fotostudios garantieren die vollständige Einhaltung aller Vorgaben.
  • Kosten: 10 bis 20 €. (PhotoAiStudio – Fotostudio-Preise)
  • Ein Termin ist meist erforderlich – Spontanbesuche sind nicht immer möglich.

Online-Dienste mit postalischem Versand

  • Anbieter wie PhotoAiD oder PersoFoto liefern das fertige Bild per Post.
  • Kosten: ab 9,95 € inklusive Versand nach Deutschland. (Biometrisches-Passbild.net – Online-Versand)
  • Bequem, aber mit Wartezeit von 2–5 Werktagen.

Der Vorteil: Wer es eilig hat, greift zum Automaten oder geht zu dm – wer Sicherheit will, investiert 10–20 € beim Fotografen und vermeidet so das Risiko einer Ablehnung im Bürgeramt.

Ab wann werden Passbilder nur noch im Amt akzeptiert?

Hintergrund der geplanten Regelung

Seit Mai 2025 erheben einige Bürgerämter eine Gebühr von 6,00 € für die Anfertigung von Passbildern vor Ort – dies ist jedoch keine bundesweite Pflicht, sondern ein optionales Angebot. (Personalausweisportal – aktuelle Rechtslage) Die Diskussion, Passbilder künftig nur noch im Amt erstellen zu lassen, wird in einigen Kommunen geführt – eine flächendeckende Umsetzung ist bislang nicht beschlossen.

Aktuelle Rechtslage in Deutschland

  • Es gibt keine bundesweite Vorschrift, die selbstgemachte oder beim Fotografen erstellte Passbilder verbietet.
  • Die biometrischen Anforderungen sind im Personalausweis- und Reisepassgesetz festgelegt.
  • Einige Kommunen testen eigene Fotostationen in Bürgerämtern – das bleibt aber die Ausnahme.

Was bedeutet das für selbstgemachte Fotos?

  • Solange keine bundesweite Regelung in Kraft ist, können Bürger weiterhin Passbilder von jedem beliebigen Anbieter verwenden – sofern sie die biometrischen Standards erfüllen.
  • Die Personalausweisportal der Bundesregierung stellt klar, dass die Prüfung der Konformität immer beim Sachbearbeiter liegt – unabhängig von der Bezugsquelle.

Was das bedeutet: Wer heute ein korrektes biometrisches Passbild selbst erstellt oder bei dm kauft, muss keine Sorge vor einer pauschalen Ablehnung haben. Eine zukünftige „nur-im-Amt“-Regelung ist in der Diskussion, aber nicht in Kraft.

Kostenvergleich: Alle Methoden auf einen Blick

Methode Kosten (ca.) Zeitaufwand Konformitätsgarantie
Selbst gemacht (App + Druck) 0,10–7,35 € 10–15 Minuten Nein, eigenes Risiko
Passbild-Automat 5–8 € 2–5 Minuten Meist hoch, aber nicht immer
Drogerie (dm, Rossmann) 5,95–10 € 5–10 Minuten Biometrisch geprüft
Fotograf 12–20 € 15–30 Minuten (mit Termin) Ja, 100 %
Online-Versand 9,95 € 2–5 Werktage Ja, durch Anbieter geprüft

Technische Spezifikationen für biometrische Passbilder

Spezifikation Vorgabe
Bildformat 35 × 45 mm
Kopfhöhe (Kinn bis Haaransatz) 32–36 mm
Augenhöhe (vom unteren Bildrand) ca. 30–35 mm
Hintergrund Neutralweiß oder Hellgrau (RGB: 240–255)
Auflösung (digital) Mindestens 531 × 531 Pixel
Farbtiefe 24 Bit, Echtfarben
Dateigröße (digital) Maximal 500 KB
Gesichtsausdruck Neutral, Mund geschlossen
Blickrichtung Direkt in die Kamera
Kopfbedeckung Nicht erlaubt (Ausnahme: religiöse oder medizinische Gründe)

Vorteile der Selbstproduktion

  • Günstig: nur App-Kosten von 0–5 € plus Druckkosten unter 0,50 €
  • Flexibel: jederzeit und ohne Termin durchführbar
  • Schnell: mit Übung in unter 10 Minuten erledigt

Nachteile der Selbstproduktion

  • Ablehnungsrisiko: ohne genaue Kenntnis der Vorgaben mittel bis hoch
  • Keine offizielle Prüfung: der Sachbearbeiter entscheidet letztlich
  • Druckqualität: handelsübliche Drucker erreichen nicht immer die geforderte Farbtreue

„Die biometrischen Anforderungen an Passfotos sind in Deutschland gesetzlich festgelegt und umfassen genaue Maße für Kopfgröße, Hintergrundfarbe und Gesichtsausdruck. Ein Lächeln oder eine ungleichmäßige Ausleuchtung führen zur Zurückweisung.“

Personalausweisportal der Bundesregierung – offizielle Anforderungen

„Für Auslandsdeutsche ist die Erstellung eines biometrischen Passfotos oft mit besonderen Herausforderungen verbunden – nicht jeder ausländische Fotograf kennt die deutschen Vorgaben. Eine genaue Vorbereitung anhand der Mustervorlagen ist daher unerlässlich.“

Deutsche Botschaft San José – Hinweise für Auslandsdeutsche

„Die Kosten für ein biometrisches Passfoto variieren stark nach Bezugsquelle: günstigste konforme Lösung ist die dm-App mit 5,95 €, während Fotografen bis zu 20 € verlangen. Der Preisunterschied spiegelt vor allem die Haftung und Serviceleistung wider.“

Biometrisches-Passbild.net – unabhängiger Kostenvergleich

Bestätigte Fakten

  • dm bietet biometrische Passbilder für 5,95 € pro Satz (6 Fotos) an – geprüft und konform. (DM Deutschland – Produktseite)
  • Die offiziellen Vorgaben für Passbildgröße (35 × 45 mm), Kopfhöhe (32–36 mm) und Hintergrundfarbe sind verbindlich. (Personalausweisportal – biometrische Liste)
  • Lächeln auf dem Passfoto ist nicht erlaubt – der Mund muss geschlossen sein. (Personalausweisportal – Gesichtsausdruck)
  • Ab Mai 2025 erheben einige Behörden 6,00 € für die Lichtbild-Anfertigung vor Ort. (Personalausweisportal – Gebühren)
  • Fotografen kosten im Durchschnitt 12,50 € für sechs biometrische Passbilder. (Biometrisches-Passbild.net – Durchschnittskosten)

Was unklar ist

  • Ab wann genau Passbilder bundesweit nur noch im Amt erstellt werden müssen – es gibt bislang keine verbindliche Regelung.
  • Die Ablehnungsquote von selbstgemachten Passbildern – eine offizielle Statistik der Bürgerämter liegt nicht vor.

Für Bürger in Deutschland, die ein neues Passbild benötigen, ist der Weg klar: Die günstigste und zugleich sichere Lösung ist die dm-App für 5,95 € – wer jedoch absolute Sicherheit will oder ein kompliziertes Lichtprofil hat (Brille, starker Bartwuchs, sehr helle Haut), investiert besser 12–20 € bei einem Fotografen. Das Risiko einer Ablehnung durch den Sachbearbeiter bleibt bei der Selbstproduktion immer bestehen – und kostet im Zweifel 6,00 € extra für die Anfertigung im Amt. Die Entscheidung ist also eine Abwägung zwischen Geld und Nerven.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich ein biometrisches Passbild mit Brille machen?

Ja, grundsätzlich ist das Tragen einer Brille erlaubt. Die Augen müssen jedoch deutlich sichtbar sein – keine getönten Gläser, keine starken Spiegelungen und die Ränder der Brille dürfen die Augen nicht verdecken. (Personalausweisportal – Brillenvorgaben)

Wie lange ist ein biometrisches Passbild gültig?

Ein biometrisches Passbild hat kein eigenes Ablaufdatum. Die Gültigkeit richtet sich nach dem Ausweisdokument: Ein Reisepass ist 10 Jahre gültig (für Personen unter 24 Jahren: 6 Jahre), ein Personalausweis ebenfalls 10 Jahre. Das Bild muss aber bei jeder Neuausstellung aktualisiert werden.

Darf ich ein biometrisches Passbild selbst ausdrucken?

Ja, das ist erlaubt – solange der Druck exakt den Vorgaben entspricht (Papierformat, Farbtreue, Randlosigkeit). Handelsübliche Tintenstrahldrucker können die geforderte Gleichmäßigkeit und Haltbarkeit oft nicht garantieren. Ein professioneller Abzug oder der Druck in der Drogerie ist sicherer.

Was passiert, wenn mein selbstgemachtes Passfoto abgelehnt wird?

Der Sachbearbeiter weist das Bild zurück und verlangt ein neues Foto. Seit Mai 2025 bieten einige Bürgerämter die Anfertigung vor Ort für 6,00 € an – Sie müssen also kein zweites Mal zum Fotografen, zahlen aber die Gebühr. (Personalausweisportal – Lichtbild-Gebühr)

Sind biometrische Passbilder für den Führerschein Pflicht?

Nein, für den Führerschein benötigen Sie kein biometrisches Passbild – hier reicht ein normales Passfoto. Die biometrischen Vorgaben gelten nur für Reisepass und Personalausweis. Allerdings verlangen viele Führerscheinstellen ebenfalls ein aktuelles Foto in Passbildqualität.

Kann ich ein biometrisches Passbild kostenlos online erstellen?

Es gibt kostenlose Online-Generatoren, aber diese liefern oft keine amtlich anerkannten Fotos. Die meisten erfüllen nicht die genauen Maße oder Farbvorgaben. Kostenlose Lösungen sind daher nur als Vorbereitung geeignet – für den finalen Druck empfehlen wir eine geprüfte App oder einen Dienstleister.